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Biografie


Kindheit

Dayan war zehn Jahre alt, als ihre Familie Ghana verließ, um sich in Deutschland eine bessere Zukunft aufzubauen. Sie gehört zum Stamm der Ashanti, die einst gefürchtete Krieger waren. Nomen est omen – und so behauptete sie sich rasch in der neuen Heimat. Deutsch wurde neben der Akan-Sprache Twi schnell zu ihrer zweiten Muttersprache. Auch mit ihren sehr guten Englisch- und Grundkenntnissen in Französisch konnte sie im Laufe ihres Lebens punkten.

Dass ihre Welt die Bühne ist, bewies sie schon früh: Als Teenager tanzte und sang sie u.a. für Chris de Burgh, Sascha, Lou Bega, Haddaway, Right Said Fred und einige andere. 


Ausbildung 

An der Fachhochschule Kiel machte Dayan das Fachabitur sowie einen Abschluss als Staatlich geprüfte Wirtschaftsassistentin. Danach folgte sie ihrem Herzen und absolvierte an der Coaching Company Berlin eine Schauspielausbildung. In Los Angeles setzte sie diese am Theater of Arts und am Howard Fine Acting Studio fort. 

In den USA trat Dayan in US-Produktionen wie „Boston Legal“, „Passions“ und in den Kinofilmen „Crank“ und „Lords of the Underworld“ auf. 

Soziales Engagement

Dayan ist eine begeisterte Verfechterin von Charity-Projekten. So fühlte sie sich mehr als geehrt, als sie 2006 für die „Michael Jordan Foundation“ auf dem Catwalk im „House of Blues“ in Los Angeles zusammen mit Angie Stone und Snoop Dogg auftreten durfte. 

Auch für ihre Heimat Ghana setzt Dayan als Schirmherrin der „Ghanahilfe“ international Zeichen (www.ghanahilfe.de). 

Bildung liegt Dayan besonders am Herzen. Sie selbst hatte als Migrantin das Privileg, diese durch die selbstlose Fürsorge ihrer Eltern zu erfahren, obwohl dies keine Selbstverständlichkeit war. 

Dayan ist für viele Afrikaner in Deutschland zu einer Art Role Model geworden. So schmückte sie das Titelbild der ersten Ausgabe von „African Heritage“ in Europa und wurde 2005 zur „Kulturbotschafterin für den afrikanischen Kontinent in Deutschland“ ernannt.

Ihre Vorbildrolle versteht sie als Auftrag, die junge schwarze Generation mit Migrationshintergrund zu inspirieren, ihre Integration zu fördern und sie selbstbewusst und erfolgreich zu machen. Dayan scheut sich aber auch nicht, Kritik zu üben. Selbstmitleid ist für sie keine Option. So appelliert sie an alle schwarzen Jugendlichen, die in Europa, besonders in Deutschland, geboren sind: „Engagiert euch, verleugnet eure Herkunft nicht, aber schiebt nicht jede Schwierigkeit auf eure schwarze Hautfarbe!“ 

Noch einen Schritt weiter in ihrem Engagement für Integration ging Dayan mit ihrem Buchprojekt „My Black Skin – Schwarz. Erfolgreich. Deutsch.“, das sie als Herausgeberin initiierte. Mit unermüdlichem Engagement hat Dayan dieses Projekt auf die Beine gestellt und so prominente Mitstreiter wie Günter Wallraff, den ehemaligen Hamburger Senator Ian Karan, Sternekoch Nelson Müller, Moderator Yared Dibaba und viele andere gewinnen können. Der Text-/Bildband porträtiert 25 afrodeutsche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Sport, die berichten, wie sie es auf ihrem persönlichen Erfolgsweg geschafft haben. Die Protagonisten zeigen mit Stolz das, was unübersehbar ist: ihre dunkle Haut. Sie sind Vorbilder und beweisen, dass man, unabhängig von Hautfarbe und Herkunft, nahezu alles erreichen kann, wenn man nur an sich glaubt. So versteht sich das Buch auch als „Anleitung“ zum Erfolg (www.myblackskin.de). 

„My Black Skin“ war auf Dayans Initiative hin ebenfalls als Wanderausstellung in Hamburg und Bremen zu sehen. Parallel gibt sie ehrenamtlich Motivations-Workshops und hält Vorträge in Schulen mit hohem Migrantenanteil.

Nicht zuletzt dieses Engagement brachte ihr 2014 eine Nominierung für den „Emotion Award“ ein. Außerdem wurde sie mit dem „Nana Yaa Asantewaa Award“ in der Kategorie „Media“ ausgezeichnet. 

Seit 2017 ist Dayan Mentorin der Empowerment-Initiative „Future of Ghana Germany“, einer gemeinnützigen Organisation, die seit 2016 in Hamburg besteht. Deren Ziel ist es, Jugendliche mit afrikanischen Wurzeln und andere Interessierte zusammenzubringen, um Netzwerke aufzubauen sowie Erfahrungen und Wissen untereinander auszutauschen. Langfristig sollen die Bildung der Jugendlichen gefördert und ihre Berufschancen in Deutschland verbessert werden.